Bevor wir nun nach einer wunderbaren Zeit Cornwall den Rücken kehren (oder die Rückleuchten zeigen) stand noch das Tintagel Castle auf dem Programm. Oder das, was davon übrig geblieben ist. Das war in der Tat nicht soviel. Trotzdem gehört die Ruine zum National Thrust, welches die größten Sehenswürdigkeiten des Königreiches Großbritannien umfasst.
Fehlen darf hier natürlich King Arthur nicht - oder auch hier das, was von ihm übrig geblieben ist.
Alles in allem ist hier so wenig übrig, weil auch viel um die Festung gekämpft wurde. Nach so einer Schlacht hat man dann noch alles mitgenommen, was irgendwie verwendbar war. Notfalls um daraus im Nachbarort eine Kirche zu bauen.
Unsere Rückreise begann dann am Mittag, wobei wir zunächst zweimal umkehren mussten. Die Straßen, die uns Google vorgeschlagen hat, waren viel zu klein für Edgar. Zu schmal und auch wiedermal zu niedrig. Das brachte uns einen Umweg von knapp 30km.
Das nächst größere Ziel war Salisbury, etwa 270km entfernt. Die Fahrt ging teils über größere Hauptstraßen und teils über kleinste Nebenstraßen. Warum Google das so wollte, hat sich uns nicht erschlossen.
Salisbury ist bekannt für seine Kathedrale, die wirklich beeindruckend ist. Die Stadt hat aber Geschichte geschrieben, weil dort eine größere Anzahl der Spitfire-Kampfflugzeuge im zweiten Weltkrieg gebaut wurde. An der Stadtgrenze wird man von einem der Exemplare empfangen.
Die große Kathedrale kann man schon weiten sehen. Da die Stadt etwas im Tal liegt, schafft es der Turm nicht ganz so sehr zu beeindrucken. Aber er ist das größte hier in der Gegend.
Diese Bauwerk ist eigentlich ein Ersatzneubau für die ursprüngliche Kirche auf einem Berg am Stadtrand. Weil dort das Wasser so knapp war, hat man sich nach einem besseren Platz umgesehen und diesen Mitten in der Stadt auf einer Quelle gefunden.
Auch diese Kirche zeigt, mit wieviel Herzblut die Engländer ihre Geschichte zeigen. Eine Reihe von Ehrenamtlichen (und wahrscheinlich unbezahlten) Touristenguides bietet kostenlose Führungen an, die wir auch gern mitnahmen.
Auf dem Clubcampingplatz in Salisbury blieben wir wieder 1 Nacht und genossen nochmal allen Komfort, den man so braucht. Erstaunliche viele Deutsche machten das genauso. All die Tage zuvor haben wir nicht soviel Landsleute getroffen, wie hier. Beinahe hätte man denken können, dass wir uns Deutschland langsam nähern. Aber bis dahin waren es noch über 1.000km.

"Wer sein Auto zu wichtig nimmt, macht es zum Laster." - Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger