Cornwall 2026 mit Edgar

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Fritz
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Re: Cornwall 2026 mit Edgar

Beitrag von Fritz » Do 3. Sep 2026, 18:51

Elron666 hat geschrieben:
Mi 2. Sep 2026, 10:20
Ach wem sagst du es Fritz... :?:
ich bin ja die letzten 2 Jahre viel zu kurz gekommen mit dem IFA... :( Aber für nächstes Jahr plane ich es wieder... :P

abgegrüsst
Elron666 ;-)
Ja weil Du Dich permanent mit irgendwelchen Vorlegekeilen im Ausland rumdrückst...Einen Tod muss man sterben, immer...

Gruß - Fritz
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Froschvater
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Re: Cornwall 2026 mit Edgar

Beitrag von Froschvater » Mo 7. Sep 2026, 12:44

Bevor wir nun nach einer wunderbaren Zeit Cornwall den Rücken kehren (oder die Rückleuchten zeigen) stand noch das Tintagel Castle auf dem Programm. Oder das, was davon übrig geblieben ist. Das war in der Tat nicht soviel. Trotzdem gehört die Ruine zum National Thrust, welches die größten Sehenswürdigkeiten des Königreiches Großbritannien umfasst.

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Fehlen darf hier natürlich King Arthur nicht - oder auch hier das, was von ihm übrig geblieben ist.

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Alles in allem ist hier so wenig übrig, weil auch viel um die Festung gekämpft wurde. Nach so einer Schlacht hat man dann noch alles mitgenommen, was irgendwie verwendbar war. Notfalls um daraus im Nachbarort eine Kirche zu bauen.

Unsere Rückreise begann dann am Mittag, wobei wir zunächst zweimal umkehren mussten. Die Straßen, die uns Google vorgeschlagen hat, waren viel zu klein für Edgar. Zu schmal und auch wiedermal zu niedrig. Das brachte uns einen Umweg von knapp 30km.
Das nächst größere Ziel war Salisbury, etwa 270km entfernt. Die Fahrt ging teils über größere Hauptstraßen und teils über kleinste Nebenstraßen. Warum Google das so wollte, hat sich uns nicht erschlossen.

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Salisbury ist bekannt für seine Kathedrale, die wirklich beeindruckend ist. Die Stadt hat aber Geschichte geschrieben, weil dort eine größere Anzahl der Spitfire-Kampfflugzeuge im zweiten Weltkrieg gebaut wurde. An der Stadtgrenze wird man von einem der Exemplare empfangen.

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Die große Kathedrale kann man schon weiten sehen. Da die Stadt etwas im Tal liegt, schafft es der Turm nicht ganz so sehr zu beeindrucken. Aber er ist das größte hier in der Gegend.

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Diese Bauwerk ist eigentlich ein Ersatzneubau für die ursprüngliche Kirche auf einem Berg am Stadtrand. Weil dort das Wasser so knapp war, hat man sich nach einem besseren Platz umgesehen und diesen Mitten in der Stadt auf einer Quelle gefunden.

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Auch diese Kirche zeigt, mit wieviel Herzblut die Engländer ihre Geschichte zeigen. Eine Reihe von Ehrenamtlichen (und wahrscheinlich unbezahlten) Touristenguides bietet kostenlose Führungen an, die wir auch gern mitnahmen.

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Auf dem Clubcampingplatz in Salisbury blieben wir wieder 1 Nacht und genossen nochmal allen Komfort, den man so braucht. Erstaunliche viele Deutsche machten das genauso. All die Tage zuvor haben wir nicht soviel Landsleute getroffen, wie hier. Beinahe hätte man denken können, dass wir uns Deutschland langsam nähern. Aber bis dahin waren es noch über 1.000km.

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Froschvater
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Re: Cornwall 2026 mit Edgar

Beitrag von Froschvater » Di 8. Sep 2026, 14:52

Unweit unseres Campingplatzes befand sich auch die ursprüngliche Stätte der Kathedrale, wovon heute einige Ruinen zeugen. Auch das mussten wir uns ansehen, bevor es zu einem weiteren echten Highlight ging.

Das Old Sarum Castle ist eine aus der Eisenzeit stammende Festung, die wie viele andere Burgen aus dieser Zeit immer mal wieder zerstört und aufgebaut wurde. Auch hier sind bestenfalls noch Grundmauern zu erkennen, aus denen man die ursprüngliche Größe ableiten kann. Wie schon erwähnt gab es hier oben auf dem Berg nur schwerlich Wasser, welches aus einem Brunnen mit über 100 Meter Tiefe gefördert wurde, was irgendwie nicht immer funktionierte.

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Nach den Ruinen fuhren wir zu unserem nächsten Nachtplatz. Wie schon zuvor wimmelte es hier nur so von Deutschen und unser Nachbar stellte sich als echter Ossi heraus.

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Mit dem Qek war der Erzgebirger bereits mehrmals in Schottland, wobei ein Westauto als Zugmittel diente. Dieses Jahr hatte er nur wenig Zeit und begnügte sich mit dem südlichen England. Der Austausch mit dem Pärchen war von guter Natur - weil man vieles gleich erlebt hatte.

Auf unser nächstes Ziel freute ich mich ganz besonders. Nachdem wir in den letzten Jahren schon einige Steinkreise (u.a. 2022 Ales Stenar in Schweden, 2025 Dodekalitten in Dänemark) gesehen haben, sollte es nun das Original sein. Stonehenge!

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Dieser Steinkreis ist etwas ganz besonderes. Man sieht es ihm nur nicht an. Diese übergroßen Steine wurden aus hunderten Kilometern Entfernung aus Wales hierher gebracht, wobei niemand weiß, wie das vor 5.000 Jahren angestellt wurde. Nachweislich gibt es diese Steine jedoch nur in Wales.

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Besonders ist auch das Konzept der Besichtigung. Man wird zuerst auf einen kostenpflichtigen und etwas abgelegenen Parkplatz gelockt und wird dann gegen 27 Pfund mit einem Bus zu dem Steinkreis gefahren. Man kann die 2 Kilometer auch zu Fuß gehen, was aber auch 27 Pfund kostet. Dafür kommt man dann relativ nahe an die Steine heran.
Wir haben es etwas anders gemacht und sind einen halbillegalen Feldweg gefahren, wo wir den Edgar parken konnten. Von dort waren es nur wenige Schritte, wobei wir ungefähr 27 Meter weiter entfernt als die Zahlenden von den Steinen waren. Der frühe Vogel ... ist schon vor allen anderen Touristen da und hat so einen fast ungestörten Blick. Für uns war das ein sehr, sehr schönes und vor allem kostenloses Erlebnis.

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Weil Steinkreise gerade so inn sind, fuhren gleich weiter nach Avebury. Dort gibt es auch einen besonderen Steinkreis: den größten seiner Art.

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Mit einem Durchmesser von etwa 1 Kilometer dauert es etwas länger, bevor man jeden Stein (leider fehlen ein paar Steine, die man als Baumaterial gebraucht hat ...) gesehen hat. Eigentlich ist dieser Steinkreis viel schöner als der in Stonehenge, nur weiß das kaum jemand. Wir haben den Tipp von einem Engländer bekommen und sind dankbar dafür.

Nach den Steinen fuhren wir noch etwa 100 km in Richtung London um dort auf einer Farm-Site zu übernachten.

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Das war ein guter Startplatz für unser letztes Highlight dieser Reise.
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Froschvater
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Re: Cornwall 2026 mit Edgar

Beitrag von Froschvater » Do 10. Sep 2026, 14:29

Schloss Windsor, eines von mehreren Häusern der britischen Royals, war auch ein unbedingtes Ziel der Reise. Geplant hatte ich es für den gestrigen Mittwoch, es gab jedoch keine Eintrittskarten mehr. Darum hatten wir die letzten zwei Tage etwas Zeit zum bummeln um dann am heutigen Donnerstag das Königshaus vor den Toren Londons zu besuchen.

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Es ist wohl das älteste bewohnte Königshaus weltweit. Und nicht zuletzt der Popularität der letzten Queen und auch des King Charles geschuldet, ist hier der Teufel los. Unser Zeitfenster für den Einlass war dann um 12:00 Uhr, so dass wir vorher noch Zeit hatten, die Umgebung zu erkunden.
Natürlich ist die ganze Stadt Windsor von dem Schloss geprägt. Nicht zuletzt, weil der Schlossgarten beinahe so groß wie die Stadt ist.

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Der hier oben zu sehende "Long Walk", den die Queen hat anlegen lassen, ist ungefähr 4 Kilometer lang. Weil wir Zeit hatten, sind wir einmal hin und wieder zurück gewandert. Und dann auf dem Weg zum Castle noch kurz durch die Altstadt mit einem kleinen "Full English".

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Dass wir für den Mittwoch keine Eintrittskarten buchen konnten, lag eben auch daran, dass die ganze Welt hier Schlange steht um irgendwann durch mehrere Kontrollen zu gehen. Das ist vergleichbar mit einer Sicherheitskontrolle auf dem Flugplatz. Leider war unmittelbar dort das Fotografieren verboten.

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Die Schlossanlage ähnelt einer Kleinstadt. Natürlich einer historischen Kleinstadt. Und man sieht an wirklich keiner Stelle, dass 1992 weite Teile des Schlosses einem Großbrand zum Opfergefallen sind.

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Wir verbrachten im Castle etwas über 4 Stunden und haben bei weitem nicht alles gesehen.

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Unser Plan war es, dass wir an diesem Tag noch die Fähre in Dover erreichen um dann nachts oder am nächsten Morgen überzusetzen. Von Windsor bis zum Ärmelkanal waren es noch 200 Kilometer, die wir nicht allein sein sollten.

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Der Autobahnring um London ist kein Ort für einsame Menschen. Und so zogen sich diese 200km fast 6 Stunden hin und wir verpassten die Abendfähre beinahe.

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Gebucht hatte ich die Fähre von Dover nach Dünkirchen, wie auch schon bei der Hinfahrt. Beim Check-In bot man uns aber an, dass wir eine Stunde früher übersetzen können, allerdings nach Calais. Das machten wir dann leider auch ...

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